Entstehung der Hundewolle:

Arbeitsvorgang:

Einweichen in warmen Wasser mit Waschcreme, schwemmen, schleudern, zupfen, in einem Netzsack mit Aufschrift trocknen. Anschließend mit Schafwolle, die ebenso gereinigt wird, vermengen.
Jede Lieferung wird extra zu Vlies gekämmt.


Vliesverarbeitungsmaschine
Mein Spinnrad bei der Arbeit

Ich habe am 13. 4. '09 eine Sendung im Fernsehen auf "RBB" gesehen. Im Mittelpunkt stand wieder einmal das Hundewollverarbeiten.

Laut Bericht verfilzt die Wolle, wenn man sie vor der Verarbeitung wäscht.

Und es wird erst der Faden gewaschen. Das kann ich nicht nachvollziehen, denn Hundeunterwolle verfilzt nicht, auch nicht beim Tragen von Socken und Handschuhen. Ich wasche die angelieferte Wolle von Hand (mit Waschcreme) lauwarm und schwemme sie aus.

Katzen- und Hasenwolle reagiert beim Waschen vor der Verarbeitung anders, sie verklumpt und ist nicht mehr zu entwirren. Die lockere Hundewolle, die scheinbar saubere, gibt sehr viel Schmutz ab, sehr viel! Für mich unvorstellbar, die Verarbeitung ohne Reinigung zu vollziehen.

Schafwollbeimengung sorgt für die nötige Stabilität.

Ich erzeuge daraus mit einem althergebrachten Spinnrad eine strickfertige Wolle mit Angoraqualität, herrlich warm und strapazfähig.

Die fertigen Kleidungsstücke werden wieder schonend mit Waschcreme (lauwarm) gewaschen und sind dann absolut geruchsfrei und sauber.

Der Angoraeffekt kommt erst mit dem Tragen. Die Wollfasern auf der Unterbekleidung kann man mit einer Fuselbürste oder mit feuchten Händen leicht beseitigen.